Dämpfer gegen den Titelverteidiger

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Gegen die Bremen Dockers, den Ligameister der vergangenen Saison, war für die Marines beim Home opener kein Kraut gewachsen. Beide Spiele gingen mit 3:8 und 1:16 verloren.

Ohne den im Urlaub befindlichen Manager Lucas musste der ohnehin verletzte Morten als Coach einspringen, zudem fehlten auch noch Eric aufgrund studienbedingter und Przemek aufgrund familiärer Verpflichtungen.

Doch gegen die Dockers merkte man von diesen Ausfällen zunächst nichts. In Spiel eins entwickelte sich ein munterer Schlagabtausch, der beide Teams des öfteren auf dem falschen Fuß erwischte. Nicht immer richtige Errors, aber hier und da unglückliche Laufwege oder Wurfentscheidungen sorgten für stete Unterhaltung.

Dabei gingen die Gäste für mit 5:1 gegen Starting Pitcher Alex in Führung, doch nach einem mächtigen Double von Liam stand es 5:3, die Chance auf den Ausgleich wurde jedoch leider vergeben. Stattdessen bauten die Bremer die Führung Stück für Stück auf 8:3 aus.

Die Offensive der Marines setzte zwar mehr Akzente als vor Wochenfrist in Dohren, richtig zwingend wurde es aber nicht mehr. Und so blieb als letztes Highlight der Partie der Relief von Kuba, der in seinem ersten Zweitligaspiel ein sauberes Inning warf und so das gefürchtete „Marines-Inning“ gegen einen der Großen der Liga erneut unterband.

Das besagte Inning kam dann aber in Spiel zwei. Nachdem zu Beginn noch ein Homesteal dank einer starken Aktion von Gordon und Liam unterbunden werden konnte, schlugen die Bremer anschließend eiskalt zu und konnten mit 3:0 in Führung gehen. Ein Error und ein mentaler Aussetzer machten das erste Inning für Starter Erol dann zu einem Höllenritt. Statt noch halbwegs glimpflich aus dem Inning zu kommen, musste er zusehen, wir die Gäste nun Hit um Hit landeten und erste beim 11:0 ein Einsehen hatten.

Nicht nur Erols Tag war damit gelaufen, auch das Spiel war nicht mehr zu retten. Daran änderten auch Calvins Hits eins und zwei der Saison und Nikolas Triple nicht mehr. Jeremie musste den Mop up auf dem Mound übernehmen und konnte nur noch bedingt Schadensbegrenzung betreiben.

Am Ende stand ein 1:16, das die Kräfteverhältnisse zwischen beiden Teams vielleicht ein wenig zu drastisch ausdrückte. Denn abgesehen vom ersten Inning des zweiten Spiels zeigten sich die Marines durchaus solide und verstanden es, immer wieder Nadelstiche zu setzen. Doch kein anderes Team der Liga bestraft kleine Fehler so rigoros wie die Dockers. Ihr kennt das ja: die Geschichte mit dem kleinen Finger und dem ganzen Arm…

Dennoch ist das Team froh, die beiden Kracherbegegnungen zum Saisonstart erst einmal hinter sich zu haben und freuen sich aufs Kellerduell mit den frisch aufgestiegenen Knights am kommenden Samstag. Ein echtes Derby, und schon früh in der Saison mit ordentlich Druck auf dem Kessel…