Näher dran denn je…

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Zum Auftakt der Bundesligasaison 2026 mussten die Marines mit zwei Niederlagen (1:2 und 1:8) die Rückreise von den Dohren Wild Farmers antreten. Doch anders als in der letzten Saison blieb auch ein gutes Stück Zuversicht im Gepäck.

Strammer Südostwind machte die Partie zu einer Zumutung für die Powerhitter auf beiden Seiten. Das machte für die Marines einen nicht ganz so großen Unterschied, da sowohl Calvin als auch Joshua gesundheitsbedingt passen mussten.

Für die Witcher erwies sich der Wind als Segen. Sowohl Ole Kreuziger als auch Erol auf Seiten der Marines erwischten einen Sahnetag und kontrollierten die Partie. Keine der beiden Offensivreihen schaffte es wirklich, größeren Druck aufzubauen, dazu blieben beide Teams defensiv sicher.

So dauerte es bis ins dritte Inning, ehe die Gastgeber nach Hits von Kreuziger und Meyer mit 1:0 in Führung gehen konnten. Und erst im sechsten Durchgang legten sie noch einmal zum 2:0 nach. Mittlerweile hatte Jeremie für Erol übernommen.

Spannend wurde es ganz zum Schluss. Die bis dahin harmlose Offensive (nur Erich und Liam mit Hits) konnte plötzlich nach einem Walk und zwei Errors der Farmers auf 1:2 verkürzen, Mehr dann leider auch nicht…

Spiel zwei wäre wahrscheinlich ganz ähnlich verlaufen, denn auch Philipp Meyer und Alex Coolbaugh zeigten sich als Starter in guter Frühform. Doch während Meyer die Marines sechs Innings lang zu Null und ohne Hit hielt, brachten vier (!) Errors der Gäste den schnellen 0:3 Rückstand.

Richtig deutlich verlief auch Spiel zwei nicht, doch der frühe Rückstand diktierte das Spiel, der Druck, ein Big Inning hinlegen zu müssen, machte es für die Marines gegen den glänzend werfenden Meyer einfach zu schwer.

So ging es eher darum, den Anschluss nicht zu verlieren. Doch mit der Zeit wuchs der Rückstand, so dass es letztlich mit 0:8 ins letzte Inning ging. Hier gelang es dann dem neuen Spielertrainer Lucas, mit einem Single nicht nur den No hitter Meyers zu sabotieren, auch das Shut out wurde im letzten Moment verhindert.

Beide Spiele gingen verdient an die Gastgeber, doch den Marines gelang es über weite Strecken auf Augenhöhe mitzuspielen und Ende des ersten Spiels an der Sensation zu schnuppern. Der Auftritt macht Mut, gerade mit Blick auf das deutlich verbesserte Pitching und eine Defensive, die nur ein Inning lang nicht funktionierte.

Mut, den die Marines brauchen werden, wenn es am kommenden Samstag von 12 Uhr an beim Home opener gegen den Titelverteidiger Bremen Dockers geht. Diese zeigten sich am ersten Spieltag schon in bestechender Frühform und ließen den Kiel Seahawks mit 10:0 und 11:2 keine Chance.