
Nach sage und schreibe 14 Niederlagen am Stück konnten die Marines den Fluch des weißen Jerseys am Wochenende endlich besiegen. Mit 15:5 und 12:9 gegen die Knights holten sie die ersten beiden Siege in ihren seit April letzten Jahres in Nutzung befindlichen weißen Heimtrikots.
Der Aufsteiger aus Eimsbüttel geht aktuell durch das gleiche Tal, das die Marines letztes Jahr durchschritten. Das deutlich höhere Spielniveau in der Bundesliga machte den Rittern zunächst zu schaffen, auch bei den Marines war es nicht anders.
Im ersten Inning hielt sich Alex auf dem Mound schadlos und konnte dann zusehen, wie die Knights das aggressive Baserunning der Gastgeber nicht unter Kontrolle bekamen. Überwürfe und Fehlentscheidungen sorgten für das 3:0.
Doch lange dauerte es nicht, ehe die Knights im Spiel ankamen. Bei starkem Wind und lausigen Temperaturen war jeder Flyball ein Abenteuer und so manch ein Breaking Pitch machte wunderliche Dinge. So glichen die Knights drei oben aus und gingen im vierten Inning gar mit 5:4 in Führung.
Die Überraschung blieb dann aber aus, denn die Marines entdeckten endlich ihre Offensivqualitäten. Sechs Hits und vier Walks wurden zu neun Runs und der Vorentscheidung verarbeitet. Unterdessen hatte Joshua den Mound übernommen und stellte die Gäste komplett kalt.
Im sechsten Inning war es dann Przemek vorbehalten, mit seinem ersten Hit der Saison gleich den Walk off zu schaffen und Eric zum Endstand über die Platte zu bringen.
Spiel zwei startete für die Marines einmal mehr Erol, der wie schon vorige Woche früh in schwere Fahrwasser geriet. Die Knights hatten seinen Fastball schnell gelesen und erarbeiteten sich ein frühes 4:0. Doch die Marines kamen direkt im Anschluss zum Ausgleich, angeführt von Erics Lead off triple.
Spiel zwei schien sich dann schon im dritten Inning zu entscheiden, Knights Starter Luis Simon schwankte, seine drei Walks konnten die Marines voll auswerten und gingen mit 10:4 in Führung.
Anschließend versäumte es der Gastgeber aber, den Sack zuzumachen, und die Knights bearbeiteten Erol, der sich zwischenzeitlich gefangen hatte, mit allen Mitteln. Sieben oben führten die Marines mit 12:5, doch nun knackten die Knights Erol.
Nach einem Lead off triple ließen sie ihn nicht mehr vom Haken und verkürzten auf 9:12. Nun handelte Manager Lucas und brachte Eric als Closer. Der erledigte den Job hocheffizient mit drei Strike outs in Folge und sicherte so den Sweep.
Glanzvoll waren die Spiele sicher nicht, doch unter den Witterungsbedingungen nehmen die Marines zwei Arbeitssiege gerne mit. Herausragend war die Vorstellung von Neuzugang Eric Farley. Der US Amerikaner war mit sieben Hits und zehn Stolen bases einfach nicht zu stoppen und holte sich zum krönenden Abschluss noch ein Save.
