
Zwei Niederlagen gegen die Dohren Wild Farmers (1:9 und 0:18) holen die Marines nach ihrem sommerlichen Höhenflug mit vier Siegen in Folge auf den Boden der Tatsachen zurück.
Vergangene Woche nutzten einige Marines den regenbedingten Ausfall des Doubleheaders in Elmshorn, um sich im Kraftraum fit zu halten, und nicht wenige hätten sich das für den Samstag im Nachhinein ähnlich gewünscht. Da war zum einen das Wetter, das nur bedingt Freude bereitete, zum anderen ein Gegner, der einem den Spaß am Spiel nehmen konnte.
In Spiel eins hatte Erol alle Hände voll zu tun, um die Niedersachsen einigermaßen zu kontrollieren. Das 0:1 konnte er dennoch nicht verhindern. Im Nachschlag kamen die Marines dank der Hits von Morten und Joshua direkt zum Ausgleich.
Das war es dann aber auch mit der Herrlichkeit. Dohrens Youngster Ole Kreuziger behielt die Marines in der Folge im Griff und ließ nichts Zählbares mehr zu, während seine Offensive beharrlich Druck machte und das Spiel im vierten Inning entschied. Vier Runs, die zum Teil auf zwei teure Errors zurückzuführen waren, führten zum 7:1.
Erfreulich war, dass Erol das Spiel solide zu Ende bringen konnte und so einmal mehr zeigte, dass er sich im Laufe der Saison weiterentwickelt hat.
Das lässt sich auch über den zweiten Starter der Marines sagen. Alex musste ähnlich hart arbeiten wie Erol, auch ihm war die eigene Defense nicht immer wohlgesonnen. Dennoch zeigt auch bei ihm die Formkurve nach oben.
Das galt auch für Jeremy Fernandez Ruiz, den Pitcher der Farmers, der mit seinem enormen Fastball und starken Breaking Pitches zwar ein paar Hits abgab, die Marines aber nie wirklich gefährlich werden ließ.
An der hohen Qualität der Wild Farmers Offensive gab es aber nichts zu rütteln. Vier oben wieder die Entscheidung, nach zwei Lead off Walks schlagen die Gäste hart zu und bringen sechs Runs über die Platte.
Bitter wurde es aber dann noch ganz zum Schluss. Im siebten Inning verlor Joshua, nun als Relief Pitcher im Spiel, erstmals in dieser Saison den Faden und musste noch neun Runs über sich ergehen lassen. Die Farmers schienen sich am Ende doch nicht mit „nur“ neun Runs zufrieden geben zu wollen.
Dieses letzte Inning erinnerte brutal daran, wie die ersten Wochen dieser Saison liefen und verstellen ein wenig den Blick darauf, dass das Team sich eigentlich weiterentwickelt hatte. Es gilt nun, sich im letzten Drittel der Saison wieder auf die Stärken der Monate Juni und Juli zu fokussieren. Denn schon am nächsten Samstag geht es bei den Bremen Dockers weiter.
Den Wild Farmers möchten wir noch einmal herzlichen Dank für zwei Abreibungen, vor allem aber für den angenehmen Klönschnack nach den Spielen auszusprechen.
