Nichts ist einfach, wenn Du unten stehst…

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Das Kellerduell aus der Hölle – so ein Kommentar zur Social Media Ankündigung unserer Heimspiele gegen die Alligators – war es am Ende zumindest für die Marines nicht, die sich über die ersten beiden Siege (22:12 und 11:3) nach ihrem Aufstieg freuen können.

Doch in Spiel eins sieht es so gar nicht danach aus. Erst der dritte Pitcher im ersten Inning schafft es endlich, das dritte Aus für die Gäste zu erzwingen. Bis dahin haben die Elmshorner aber ohne eigenes Zutun schon elf Runs aufs Scoreboard gebracht. Zwölf Walks und drei Abwürfe ebnen den Weg.

Das schlimmste Halbinning seit Menschengedenken ist aber zum Glück schnell vergessen. Zum einen wirft Jeremie Rohmann in seinem zweiten Bundesligaeinsatz die ersehnten Strikes, zum anderen kommt die Offensive der Marines sofort ausgezeichnet ins Spiel.

Ein Single von Gordon, Doubles von Morten und Robinson, ein Triple von Calvin und Joshuas erster Saisonhomerun sorgen für das 6:11. Nach etwas mehr als einer Stunde geht’s auch schon ins zweite Inning.

Das Momentum ist nun auf Seiten der Marines, die schnell wieder in die Offense kommen und direkt weiter punkten. In die Hitparade reihen sich nun auch Nikolas, Alex (Triple), Niklas und Oliver ein – 11:11! Und im dritten Inning geht es munter weiter, die Marines erhöhen auf 14:11.

Auf dem Mound läuft es für Jeremie super. Souverän wirft er Strikes, die die personell stark eingeschränkten Gäste nicht zu guten Kontakten verwerten können. Und anders als vor Wochenfrist in Kiel nimmt sich die Defensive dieses Mal auch keine Auszeit.

Fünf oben dann noch ein Lebenszeichen der arg gerupften Gäste – Kielbasa schlägt den Ball in die Rightfieldcorner und nimmt die schlanken Beine in die Hand zum Inside the park Homerun. Doch schon im Nachschlag machen die Marines Schluss und beenden die Partie durch Mercy Rule.

21 Hits, davon zehn Extrabasehits sprechen eine deutliche Sprache hinsichtlich der Reaktion der Marines auf den frühen und hohen Rückstand. Besonders erfreulich: alle neun eingesetzten Gitter waren erfolgreich.

Die Erleichterung nach dem ersten Saisonsieg riesig, der Gegner nach einer Verletzung nur zu neunt, was soll da in Spiel zwei noch schiefgehen?

Nichts Ernstes, früh gegen die Gastgeber mit 4:0 in Führung, Pitcher Alex hat die Gäste im Griff. Den fünften Run gibt’s dann zwei unten, doch danach schläft das Spiel in der Sommerhitze sanft ein.

Unterbrochen nur von ersten Lebenszeichen der Gäste, die merken, dass die Marines nicht auf den KO aus sind. Das 1:5 erzielen sie im dritten Inning, und im sechsten machen sie noch einmal richtig Druck.

Alex wird jetzt müde und entsprechend geschlagen. Nach dem 3:6 Anschluss muss er vom Mound, Joshua erhält die Chance auf ein Save. Das gelingt dann zum Glück auch souverän, weil er sofort die nötigen Aus erzielt und die Offense sechs unten den Sack zumacht.

Das zweite Spiel war im Gegensatz zu Spiel eins offensiv eher ernüchternd, so richtig war niemand bei der Sache, aber die ausgelaugten Alligators hatten auch kein großes Feuerwerk mehr zu zünden.

Am Ende also zwei Siege mit Schönheitsfehlern, wenn man sie denn als Pflichtsiege sehen möchte. Die Marines sind aber erstmal heilfroh, überhaupt gewonnen zu haben. Schönheitspreise gibt’s beim Baseball nicht, schon gar nicht, wenn Du die Tabelle von unten siehst…