
Bei den Kiel Seahawks mussten die Marines einmal mehr eine Doppelniederlage hinnehmen (4:7 und 5:7), doch der stabilste Auftritt der Saison macht Mut.
Vom ersten Inning des ersten Spiels im neuen und sehr schönen Förde Ballpark war das Spiel interessant. Niklas und Nikolas erreichten eins oben ohne Aus die Scoring Position, doch Kiels Starter Lagler zog irgendwie den Kopf aus der Schlinge.
Die Kieler hatten im Nachschlag gegen Erol keinen guten Kontakt, schafften es aber dank vier Errors der Marines, drei Runs über die Platte zu bringen. Wind und Sonne waren nicht auf unserer Seite bei den Pop ups.
In der Nachbetrachtung war das schon die Entscheidung des Spiels. Doch es passierte noch Einiges, zum Beispiel zehn Hits der in dieser Saison bisher eher schwindsüchtigen Marines Offense. Oder Erols starkes Pitching, der das erste Inning gut wegsteckte und danach lange die Partie offen halten konnte.
Leider auch diverse gute Gelegenheiten für die Marines, die nicht genutzt wurden. Aber wenn zehn Hits nur zu vier Runs führen, läuft eben nicht alles rund. Am Ende fehlte es am Killerinstinkt in den Clutch Moments. Das gelang den Seahawks, die am Ende noch Andreas Schmidt als Closer brachten besser. Ihnen reichten sieben Hits zum 7:4 Endstand.
Spiel zwei lief da schon besser an. Morten konnte direkt eins oben auf Joshuas Double scoren, die Marines kamen mit Bartel als Kieler Witcher von Beginn an gut zurecht. Alex kam auch gut zurecht, zwar schlugen ihn die Kieler, aber mehr als der Ausgleich eins unten war zunächst nicht drin.
Vier oben dann wieder Runs, nachdem zwei Innings lang gute Gelegenheiten verpasst wurden. Lead of double von Niklas, Singles von Erol und Morten, die alle drei über die Platte kamen. Doch geladene Bases reichten nicht zu mehr, als Christoph Schmidt für Bartel übernahm und per Strike out das Inning beendete. Knock out verpasst.
Das rächte sich. Molina bläst nach hart umkämpften At bat mit einem Solo shot zur Aufholjagd, an deren Ende die Kieler ausgleichen. Und fünf unten das Spiel drehen, als sie nach einem Error und Hits von Lagler und Taege mit 6:4 in Führung gehen. Alex ging vom Mound, Joshua übernahm.
Sechs oben dann die goldene Gelegenheit zum Comeback. Drei Singles zu Beginn von Liam, Morten und Nikolas – 5:6. Calvin legte einen guten Bunt, doch die Kieler blieben kühl. Der Intentional Walk für Joshua zahlte sich kurze Zeit später mit einem Double Play aus.
Den Run holten sich die Kieler dann auch noch zurück, als Joshua einen Balk mit Runner auf drei kassierte, eine Entscheidung, die für Diskussionen sorgte. Leider aber auch das letzte Highlight des Spiels. Im siebten Inning schafften die Marines ihren zehnten Runner left on base der Partie und mussten einmal mehr mit leeren Händen vom Feld.
Zwei Spiele lang waren die Marines mit den Seahawks auf Augenhöhe. Doch das alleine reichte nicht, denn irgendwann muss man den Sack eben auch mal zumachen. Immerhin – in drei der letzten vier Spiele hatten die Marines reelle Siegchancen, ein deutlicher Fortschritt im Vergleich zur ersten Runde.
Doch der Druck ist nun riesengroß. Denn am Wochenende kommt es auf dem Ed zum Duell der beiden sieglosen Teams der Division mit den Elmshorn Alligators. Sehen wir es positiv: mindestens ein Team wird es danach nicht mehr sein…
