
Eine packende und eine vogelwilde Partie gegen die Stealers, und trotzdem wieder zwei Niederlagen für die Marines (6:9 und 11:23).
Gegen die jungen Stealers bekommt Erol nach längerer Pause das Vertrauen als Starting Pitcher. Zwar wirft er solider als bei seinem ersten Auftritt gegen die Stealers, muss aber trotzdem ein 0:3 nach zwei Innings hinnehmen.
Für die Stealers ist U23-Nationalpitcher Wanke auf dem Mound und erweist sich als schwieriger Gegner. Zwar ziehen die Gastgeber viele Walks, doch der entscheidende Schlag bleibt aus.
Im vierten Inning wird es dann interessanter. Nach dem vierten Run der Stealers auf einen Fehler im Infield bleiben die Marines noch ein Stückchen geduldiger als bisher. Wanke kann seinen Kopf nicht mehr aus der Schlinge ziehen und muss den 2:4 Anschluss hinnehmen.
Auch im fünften Inning scoren beide Teams. Zunächst erhöhen die Stealers auf 5:2, doch direkt danach begrüßen die Marines den neuen Pitcher Happ mit zwei weiteren Runs. Die Partie ist nun spannend, der Druck nimmt entsprechend zu.
In der unteren Hälfte des siebten Innings hat das Folgen. Runner auf dem dritten Base, da verhilft ein Balk den Marines bei zwei Aus zum Ausgleich. Extra-Innings, Zeit, die Fingernägel mit der Kauleiste zu trimmen.
Die Stealers dürfen zuerst und schlagen direkt ins Double Play, Reliever Kim bleibt cool und kommt unbeschadet aus dem Inning. Und damit haben die Marines den Sieg auf dem Silbertablett vor sich. Läufer auf eins und zwei, kein Aus, da muss doch was gehen. Geht aber nicht. Pick off am zweiten Base, Strike out und Ground out. Bitter!
Inning neun nutzen die Stealers ihre Chance zum Scoren weidlich aus und kommen viermal über die Platte. Die Entscheidung. So nah dran am Sieg war das Team diese Saison noch nie, entsprechend groß die Enttäuschung.
Und so nimmt das zweite Spiel einen ganz anderen Verlauf. Wie schon in Bremen läuft es für Alex nicht so gut auf dem Mound. Die Gäste scoren früh und reichlich, profitieren dabei aber auch von Fehlern der Gastgeber.
Aber auch die Stealers haben Probleme auf dem Mound. Kujoth gibt in seinen drei Innings vier Runs ab, so dass die Marines irgendwie im Spiel bleiben. Und auch nach den Pitcherwechseln bleibt es, naja: interessant. Auf 15:4 bauen die Gäste die Führung vier oben aus, doch auch das hilft noch nicht richtig.
Die Marines pitchen zwar nicht mehr (Oliver als dritter Pitcher im Spiel), schlagen aber und verkürzen auf 11:15. Fünf Hits und drei Walks machen das Inning für Werner teuer.
Am Ende setzen sich die Stealers dann aber doch deutlich durch, weil Oliver bei zwei Aus im fünften Inning nur noch geschlagen wird. Den 23 Runs der Gäste haben die Marines am Ende nichts mehr entgegenzusetzen.
Ein wilder Baseballtag, der zumindest alles hatte, was man sich als Zuschauer wünscht. Packende Spannung, viel Offensive und auch noch ausgezeichnetes Wetter. Nur der Sieg, der fehlt den Marines immer noch…
