
Am Sonntag standen unsere Kleinsten bei eisigen Temperaturen vor einer ungeheuer schweren Aufgabe, die Hamburg Stealers, U12 Serienmeister der letzten Jahre, waren zu Gast.
Für unsere U12 bedeutete das nicht nur, den Frust der Doppelniederlage aus den Trikots zu schütteln, sondern gegen einen sichtbar noch stärkeren Gegner irgendwie heil durchzukommen.
Sportlich war die Herausforderung natürlich eine Nummer zu groß. Die Stealers liessen sich auch von Jonatans Fastballs nicht einschüchtern und hatten sich in kürzester Zeit auf ihn eingestellt und starteten die muntere Jagd auf Runs. Hellwach im Baserunning zogen sie früh davon, auch ein Pitcherwechsel auf den erfreulich gut werfenden Lennart konnte sie nicht stoppen.
Zudem zeigten die Stealers, dass eine erfahrene und eingespielte Defensive auch schon in der U12 möglich ist. Auch harte Schläge der Marines konnten sie entschärfen, kleine Fehler wurden durch große Aufmerksamkeit schnell wieder wettgemacht. So endete das Spiel deutlich mit 0:15.
Im zweiten Spiel wird es gegen schlagstarke Teams meistens noch schwieriger, denn nun werfen die Coaches, und damit kommen konstant schlagbare Strikes zu den Kids. Klar, dass die Stealers diese verwerteten und den Marines mächtig Feuer machten.
Erfreulich am zweiten Spiel war jedoch, dass die Defensive der Marines die Herausforderung annahm und mit jedem Inning etwas sicherer wurde. So wurden immer mehr Routine Plays auch tatsächlich gemacht, weil sich die Kids nicht der eindeutigen 4:26 Niederlage ergaben, sonst Spaß daran entwickelten, zumindest den nächsten Spielzug zu erhaschen. Und so war ein gewonnenes Inning dann auch schon ein kleiner Sieg.
Es war ein lehrreicher Nachmittag für die Marines. Einerseits konnte man sehen, was qualitativ in diesem Alter schon möglich ist, andererseits wuchsen die Kids mit den Aufgaben. Von Ermattung ob der Überlegenheit der Gegner war im Gegensatz zum Spiel in Elmshorn nichts zu sehen, und das macht Mut für die nächsten Spiele.
