
Mit zwei Niederlagen kehrten die Marines von ihrem Bundesligaduell mit den Kiel Seahawks zurück. Beide Niederlagen (2:9 und 3:10) schmerzten, doch gerade Spiel zwei war eine überaus missliche Angelegenheit.
In der ersten Partie standen sich Andreas Schmidt auf dem Hügel der Kieler und Alex als Starting Pitcher der Marines gegenüber. Beide erwischten keinen optimalen Start. Eric lieferte eins oben in fast schon gewohnter Manier ab. Single, zwei gestohlene Bases, ein Überwurf: 1:0. Liam wurde anschließend noch per Single von Alex nach Hause gebracht.
Genau dieser wurde dann aber auch von den Seahawks hart geschlagen. Ein Error zum Beginn, anschließend ein Double von Ibs und zwei Singles, schon war der Ausgleich drin. Im Anschluss hatte Schmidt die Marines dann plötzlich komplett im Griff, während die Seahawks offensiv immer wieder Druck aufbauen konnten.
Und dem gaben die Marines nach. Kleine Fehler begünstigten im dritten und vierten Inning zwei bzw. drei weitere Runs der Gastgeber, die ihrerseits kaum noch in Schwierigkeiten gerieten. Am Ende wurde es noch deutlicher, als Schmidt selbst die Runs acht und neun im sechsten Inning nach Hause schlug.
Nur drei Hits der Marines sind einfach viel zu wenig, vier Errors dagegen zu viel, um die Seahawks zu gefährden.
Das schien in Spiel zwei besser zu laufen. Hinter Erols Pitching holten sich die Marines gegen Larsson Bartel eine frühe 3:0 Führung, die sogar noch höher hätte ausfallen können, waren die Bases doch drei oben ohne Aus geladen, worauf aber nur ein Run erzielt werden konnte.
Erol hingegen ging drei Innings lang souverän durch die Kieler Lineup. Doch vier unten war damit Schluss. Geladene Bases, ein Single von Schulz-Heimbeck – 2:3. Und dann brach die Marines Defensive auseinander. Fünf Errors kosteten nicht nur Erol seinen Start, sondern auch das Spiel.
Zu allem Überfluss verletzte sich auch noch Liam, bevor Erol vom Mound musste, was die ohnehin dünne Personaldecke weiter belastete. Auf dem Hügel übernahm Eric und brachte das Spiel ohne weitere Vorkommnisse anständig zu Ende.
Ein einziges schwaches Inning kostete die Marines das zweite Spiel, in dem man kurz zuvor die Zügel noch in der Hand hielt. In solchen Situationen macht sich das Fehlen von Stammkräften wie Calvin, Morten und Niklas schmerzhaft bemerkbar.
Bis das Lazarett sich lichtet, werden noch einige Wochen ins Land ziehen, so dass die nächsten Spiele am Freitag und Samstag bei den Stealers unter keinem guten Licht stehen. Es wird darauf ankommen, dass die Offensive größere Puffer schaffen kann, um den Druck von Pitchern und Defensive zu nehmen.
