So schöön, so schööön!

Veröffentlicht von

Die MariGators
(stehend) Thea, Jan, Rilana, Dennis, Svenja Kevin, Tanja, (vorne) Morten, Christina, Andreas, Christian, Jung

Draußen liegt Schnee, die Tage sind kurz, die Temperaturen zu niedrig. Also spielen wir in der Halle, bis draußen wieder möglich ist.

Am Sonnabend, den 21. Februar 2026 luden die Westend 69’ers und die Northern Visitors und nach Holm zum Visitors Day. Wir waren als MariGators dabei, der Spielgemeinschaft der Elmshorn Alligators und der Hamburg Marines.

Das Catering war wieder sehr gekonnt, die Organisation perfekt. Vielen Dank an die Gastgeber, Nils Harstall als Organisator und die vielen Helfer für ihre Mühe. Das war schon mal das erste „Schöön“. Was danach kam, übertrifft alles, was wir bisher als Freizeittruppe erleben und erreichen durften.

Fünf Mannschaften bewarben sich um den Turniersieg. Die Lütjensee Lakers, die Sliders aus Berlin, die Westend 69ers aus Holm, unsere Gastgeber, die Northern Visitors und wir, die MariGators.

Noch einmal zur Erinnerung: Was ist in der Halle anders? Gegen die Decke schlagen darf man nicht. Die Bälle prallen von den Wänden ab, also wie Billard. Die Bases sind nur 14 m auseinander, der Schläger muss in einen umgedrehten Kasten, damit er nicht durch dieHalle trudelt. Gelegentlich bleibt ein Ball auch mal an einem Vorhang, der Sprossenwand oder den Seilen hängen. Das ist entscheidend anders als draußen.

Unterstützt wurden wir von Liv (9 Wochen alt), Thea als Backup (etwas älter als 9 Wochen) und Svenja (auch etwas älter als 9 Wochen) aus dem Marines Damenteam.

Anders als im letzten Jahr lief bereits das erste Spiel gut. 6:0 gegen die 69ers.

Das zweite Spiel gegen die Visitors, eine Mannschaft, gegen die wir eigentlich nicht gewinnen, außer im vergangen Jahr bei Northern Slowpitch Cup in Lütjensee. Letztes Inning, 0:3. Wir sind noch einmal am Schlag. Anweisung: Drei Leute auf Base, dann Homerun. Mit viel Können wurde die Aufgabe erledigt. Homerum von Dennis, 4:3 gewonnen. Der neue Plan lautete: Noch vier Spiele gewinnen und dann mal sehen, was dabei heraus kommt.

Morten Spiel an 2nd zu Rilana – Aus

Dennis als Pitcher brachte die Würfe in die Zone. Svenja und Christina waren für das Ausan Home zuständig. Mit Kevin an 3rd Base und Morten an Short war da kein Durchkommen.Die beiden haben die Hauptschlagrichhtung dicht gemacht. Jan an 1st Base war der sichere Rückhalt auch für schnelle Würfe. Rilana und Chris haben an 2nd Base auf abprallendeBälle und Würfe von hinten geachtet. Hinten vor der Wand standen Christian undJung, die sich um die weiter fliegenden Bälle gekümmert haben.

Das dritte Spiel gegen die Sliders aus Berlin war knapper als das Ergebnis aussagt. Dennis bekam eine Pause, Andreas übernahm das Pitching. 6:4 gewonnen. Drei Spiele in Folgehaben wir noch nie gewonnen. Was war denn nun los? Der neue Plan lautete: Noch drei Spiele gewinnen und dann mal sehen, was dabei heraus kommt.

Das vierte Spiel gegen die Lakers. Lakers und Marines haben 2026 jetzt seit 20 Jahren ein Freizeit Slowpichteam. Heißt: Wir kennen uns. Wie häufig sorgte eine sichere Defense für ein ausgelichenes Spiel. 1:1 nach fünf Innings.

Verlängerung bedeutet: Man beginnt mit einem Läufer an 2nd. Es wird ein Ball geworfen, den man schlägt oder nicht. War der Ball schlecht, rückt man sofort ein Base vor. Ist der Ball gut und man trifft, ist alles so wie sonst. Ist der Ball gut und man trifft nicht, ist man aus. Es gibt keinezweite Chance. Am Ende ein 2:1 für uns. Vier Spiele in Folge haben wir noch nie gewonnen. Was war denn nun los? Der neue Plan lautete: Noch zwei Spiele gewinnen und dann mal sehen, was dabei heraus kommt.

Um den Einzug ins Finale noch einmal gegen die Lakers. Jetzt war auch Tanja dabei. Die Lakers legten mit der schnellen Madeleine 1:0 vor. Jetzt wollten wir nicht bis zum letzten Inning warten und haben nachgezogen. Am Ende stand es 3:1 für uns. Fünf Spiele in Folge haben wir noch nie gewonnen. Was war denn nun los? Der neue Plan lautete: Noch ein Spiel gewinnenund dann mal sehen, was dabei heraus kommt.

Alles, was jetzt kam, war eine Zugabe. Wir im Finale hat es weder draußen noch drinnen je gegeben. Das Finale gegen die Visitors wurde richtig spannend. Jetzt durfte auch der alte Herr noch einmal als Pitcher ran. Einen Basecoach an 3rd brauchte man nicht, weil bis dahin niemand gekommen ist. Ein ekeliges Pitchen mit hohen Bällen für die Baseballer sollte für viele Foulballs und Deckentreffer sorgen. Das klappte ziemlich gut. Kurze Bälle outside für die Softballer sorgte für Vorbeischlagen.

Hochkonzentriert und mit vollem Einsatz war bei Kevin und Morten waagerecht in der Luft wieder kein Durchkommen. Gefühlte 10 Mal Schlag – Handschuh – Wurf an 1st – Aus. Christian und Jung für die hohen Bälle sicherten mit Würfen an das 2nd Base für das Aus. Die Visitors standen dem nicht nach. Am Ende der Spielzeit stand es 0:0. So ein Ergebnis gibt es beim Slowpitch eigentlich nicht. Eine weitere Verlängerung war nötig. Ein Durchhänger beim Pitching ließ die Visitors 3 Runs vorlegen. Wir schlagen nach. Noch einmal „högschte Kontschentration“. Drei MariGators auf Base, Kevin am Schlag… Homerun… 4:3 gewonnen. Das ist das zweite und besondere „Schööön“.



Der Plan ist eingehalten, herausgekommen ist der erste Turniersieg der MariGators. Noch niehaben wir ein Turnier gewonnen. An das Ereignis brauchten wir uns nicht zu gewöhnen, wir haben es genossen und werden es noch eine Weile genießen.