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Baseball ist ungerecht

Am vorletzten Spieltag der Verbandsliga holten die Marines mit 16:12 und 15:0 zwei Siege bei den Knights. Soweit business as usual. Doch die Umstände waren speziell…

Beim Treffen am ED, während der gesamten Fahrt zum Langenhorst, beim Eintritt in den Ballpark, beim Umziehen, während der BP, bis weit ins erste Spiel hinein – es regnete ohne Unterlass. Unter normalen Umständen hätten die beiden Spiele niemals stattgefunden.

Aber die Knights wollten spielen und taten wirklich alles dafür. Zugegeben, es war nass, sehr nass sogar, doch am Ende des Tages waren beide Spiele in den Büchern, was ohne den Einsatz der Knights niemals möglich gewesen wäre.

Insofern ist der Verlauf des ersten Spiels eigentlich eine schreiende Ungerechtigkeit. Die Knights fanden schlecht ins Spiel und bescherten den Gästen mit einer Serie an Fehlern die 4:0 Führung. Als zwei oben dann auch die Offensive der Marines mit acht Hits richtig ins Rollen kam und auf 14:0 erhöhte, dachte wohl jeder, die Messe sei gelesen. 

Doch mit den ersten beiden Innings hatten die Knights offenbar die fehlende Pre game routine nachgeholt und fanden nun auch ins Spiel. Unglücklicherweise verlor Luca, der erstmals einen Start in der Verbandsliga erhielt, zeitgleich den Faden und beschenkte die Gastgeber mit zwei Walks. Und da die Marines in der Defensive bereits in Mercy rule Modus war, gab es noch drei Errors oben drauf – nur noch 14:7.

In der Folge mühten sich die Marines durch die Innings, brachten offensiv wenig bis nichts zustande und ermöglichten den Knights, sich Stück für Stück heranzuarbeiten. Auch der Wechsel von Luca auf Erol half nur bedingt, bis auf 12:15 kamen die Knights heran. Doch am Ende gingen den Knights die Aus aus, Erol setzte die letzten vier Batter der Knights per Strike out hin. 

Gerecht war der Ausgang der Partie nicht, in einer perfekten Welt wären die Knights für ihren Effort mit einem Sieg belohnt worden, und auch den Marines hätte eine Niederlage nach der Einstellung des Spielbetriebs so früh im Spiel gut zu Gesicht gestanden.

Im zweiten Spiel konzentrierten sich die Bergedorfer dann wieder und lieferten eine runde Vorstellung ab. Die Offensive war von Beginn an da und konnte kontinuierlich scoren, defensiv schadete es nicht, dass es von oben trocken blieb. Vor allem aber warf Alex einmal mehr eine super Partie und ließ nichts Zählbares zu.

Offensiv wusste Erol mit fünf Hits besonders zu überzeugen. Defensiv gefiel Nikolas am besten, der in zwei Spielen hinter der Platte ausnahmsweise keinen Staub fressen sondern Schlamm schlucken musste, und dabei fast alles vor sich hielt und das gegnerische Baserunning weitestgehend kontrollierte.

Für die Marines geht die Saison dann am kommenden Samstag mit einem Doubleheader bei den Stealers am Vogt-Cordes-Damm zu Ende. Hoffen wir auf etwas besseres Wetter…