Erste splittet bei den Lakers

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Weder der Aufsteiger aus der Landesliga noch die Marines hatten 2021 eine Pflichtspielniederlage hinnehmen müssen. Beim Homeopener der Lütjensee Lakers gegen die Hamburg Marines erwischte es dann aber gleich beide, und das war leistungsgerecht.

In Spiel eins standen sich die beiden Starting Pitcher Tom Bönicke für die Lakers und Kim Drews gegenüber. Während Bönicke von Beginn an im Spiel war und die Marines in order wieder hinsetzte, erwischte Drews einen schlechten Start und musste, auch dank wackliger Defensive seiner Mitspieler, einen frühen 0:5 Rückstand hinnehmen. Die Offensive war also gefordert und tat erstmal – nichts. Bönicke warf präzise und spielet elegant mit dem Timing der Gäste.

So war es wichtig, dass Kim schnell zu seiner gewohnten Leistung zurückfand und auch dem Schlendrian im Feld schnell Einhalt geboten werden konnte. Auf diese Art und Weise gab es keine Gelegenheit für die Lakers, die Führung auszubauen.

Erst vier oben kam dann auch die Offensivabteilung der Gäste im Spiel an. Und wie! Ricks Double eröffnete ein Feuerwerk aus sechs Hits, die zu insgesamt sieben Runs und der plötzlichen Führung führten. Spiel gedreht, Luft raus beim Gegner? Weit gefehlt, die Lakers wehrten sich. und glichen postwendend aus.

Fünf oben scheint dann Evgenij aber endlich mit seinem Two run homerun den Deckel drauf zu machen, und wieder kommen die Lakers zurück, wenn auch nur mit einem Run. Sieben unten hat Drews dann zwei Aus und zwei Strikes in der Tasche, doch auch einen Runner auf Base und nicht den entscheidenden Punch zur Hand. RBI single zum Ausgleich – Extra inning…

Hier endlich ziehen die Marines den Schlussstrich. Hits von Luca, Evgenij, Nikolas und Alex sorgen für das 12:9, Kim, der über die Distanz geht, lässt nun einfach keinen Runner mehr zu und holt sich nach harter Arbeit den Win.

Spiel zwei gestaltete sich weniger dramatisch. Denn trotz einer frühen Führung kamen die Marines wieder nicht ins Spiel. Die Lakers dagegen hatten Blut geleckt und wollten sich nach starkem ersten Spiel belohnen. Das gelang, auch weil die Marines merkwürdig ambitionslos zu Werke gingen. Am Schlag überhastet, auf Base fahrlässig, im Feld gerne einen Schritt zu spät.

Die Gastgeber dagegen gaben Gas, warteten auf Alex’ Fastballs und klauten die Bases, als wäre kein Catcher zugegen. So steht es nach sechs Innings 2:10, und die Marines können froh sein, dass ihnen die Mercy rule erspart blieb.

Immerhin macht das siebte Inning Hoffnung. Gegen Marc Bönicke, der seinen Bruder nach elf (!) gepitchten Innings ablöste, kamen die Gäste zunächst nicht zurecht, legten dann aber mit drei Doubles noch einmal los und ließen so das Ergebnis weniger klar als den Spielverlauf aussehen.

Es war ein langer Nachmittag mit 15 Innings in mehr als sechs Stunden, doch der gebotene Sport dürfte die Lakers Fans für die einsetzende Kälte entschädigt haben. Die Marines haben jede Menge Hausaufgaben zu erledigen, um am kommenden Samstag besser gegen die aggressive Offensive der Stormarner gewappnet zu sein. Dann nämlich sieht man sich schon wieder. Und nun wissen die Marines, dass es da einen echten Konkurrenten um den Titel gibt.